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Ab Herbst 2026 wird die Schule an der Esslinger Hauptstr. als Volks- & Mittelschule geführt (Rendering: Architekten Maurer & Partner GmbH)

09.06.2026

Mehr Schulraum für Essling

Mit der Erweiterung der offenen Volksschule Lobau entsteht auch Bildungsraum für eine Mittelschule.

Ein Beitrag von Selma Pavic  in ESSLING Nr. 14 - ein stadtteilmagazin (S. 34-35) mit Fotos von der Stadt Wien, Christian Fürthner, Rendering: Architekten Maurer & Partner GmbH.

Mit neuen pädagogischen Konzepten sind auch innovative Konzepte für Bildungseinrichtungen gefragt, um nicht nur Raum zum Lernen, sondern auch Raum zum Entfalten zu bieten. So auch in Essling.

Moderne Architektur und Gestaltung

Neben dem Neubau von Bildungseinrichtungen, ist auch die gezielte bauliche Erweiterung bestehender Pflichtschulen erforderlich, um wienweit ein flächendeckendes, zusätzliches, bedarfsgerechtes Schulraumangebot zu sichern. In diesem Sinne startete die Abteilung Stadt Wien - Schulen (MA 56) das Erweiterungsprojekt in der Esslinger Hauptstraße 97. 2025 begannen hier die Bauarbeiten zur Erweiterung des Schulstandorts, fertiggestellt wird das Projekt mit dem kommenden Schuljahr. Die Volksschule wird um zwölf neue zeitgemäße Bildungsräume, die zum Teil als Mittelschule geführt werden, erweitert. Eine ansprechende und agile Lernumgebung ist ein wichtiger Aspekt für den Bildungserfolg von Schülerinnen. Die Stadt Wien legt deshalb großen Wert auf moderne pädagogische Konzepte: offene Lernlandschaften, schulische Tagesbetreuung sowie großzügige Multifunktionsflächen und Terrassen, die zum Lernen, Spielen und Verweilen einladen. Der Neubau in der Esslinger Hauptstraße erhält zudem einen neuen Verwaltungstrakt und zusätzliche Räume für die Mittelschule – dazu gehören Werkräume, eine Lehrküche, Fachräume für naturwissenschaftliche Fächer sowie ein Gymnastikraum, der zukünftig von beiden Schulformen genutzt werden kann. Bei der Innengestaltung setzt man auf das offene, räumlich-pädagogische Cluster-Konzept. Die flexibel nutzbaren Multifunktionsflächen im Zentrum eines Clusters fördern die Zusammenarbeit zwischen Klassen und eignen sich sowohl für den Unterricht als auch für Freizeitakti-vitäten. Der Zubau wird außerdem barrierefrei erschlossen und ermöglicht eine stufenlose Verbindung zu allen Ebenen des Bestandsgebäudes. 

Die Schulleiterin der Volksschule, Petra Peneder, freut sich über den Zubau:

„Die Erweiterung ist eine großartige Chance für die Esslinger Kinder und Jugendlichen. Damit wird der Wechsel von der Primar- in die Sekundarstufe wohnortnah und ohne große Umstellungen für die Schüler möglich. Der Übergang kann fließend sein und bereits mit einer Vorbereitung in der vierten Klasse Volksschule beginnen. Gemeinsam mit meinem Lehrerinnenkollegium möchte ich deshalb ein Konzept für die Zusammenarbeit zwischen Volksschule und Mittelschule entwickeln, wie beispielsweise ein Buddy-System. Schüler und Pädagoginnen beider Schulformen sollen vernetzt werden und miteinander sowie voneinander lernen. So ein Austausch kann Vorbildwirkung entfalten und ist ein wichtiger Faktor für die bestmögliche Förderung unserer Schüler. Ich bin überzeugt, dass wir dies mit dem Zubau erreichen können.“

Nachhaltigkeit und hochwertiger Freiraum

Die Abteilung Stadt Wien – Schulen (MA 56) setzt seit Jahren hohe Maßstäbe für ökologisches Bauen im Bildungsbereich. Ressourcenschonung, Energieeffizienz und das Mikroklima rund um einen Standort stehen dabei im Vordergrund. In der neuen Schule wird an den straßenseitigen Fassaden eine Begrünung installiert. Diese Elemente harmonisieren mit der Umgebung und spenden den Bildungsräumen einen natürlichen Schatten. Die angrenzenden Freiflächen werden ebenfalls funktional modernisiert und umgestaltet, um das Freizeitangebot für die Schulgemeinschaft zu stärken: neue Spielgeräte, Blumentröge für den Sachunterricht sowie ein Ballspielkäfig sind geplant. Durch den Einsatz ökologischer Bauweisen und energieeffizienter Technik stellt das Projekt eine nachhaltige und umweltfreundliche Nutzung sicher. Auf dem Dach wird dafür auch eine Photovoltaikanlage installiert. Das spart langfristig Kosten und schont die Umwelt.

Gemeinsam ans Ziel

Bei Bauvorhaben wie diesem ist die Einbindung der Nutzer besonders wichtig. Sie kennen den Standort und ihre Bedürfnisse am besten und können damit das Projekt maßgeblich unterstützen. Die Schulgemein-schaft wird in Partizipationsprozessen aktiv von der Konzeptions- bis zur Realisierungs- und Umsiedlungsphase begleitet. Bei diesem Prozess unterstützt die Klima- und Innovationsagentur Wien (UIV). Das aktive Mitwirken von Nutzerinnen fördert das Zugehörigkeitsgefühl und bereichert das Projekt mit neuen Perspektiven und Ideen.

„Die partizipative Begleitung hat uns sehr gut gefallen. Die Urban Innovation Vienna war in der Zusammenarbeit mit den beteiligten Magistratsabteilungen eine große Unterstützung und hat uns mit ihrer Erfahrung Ideen vermittelt, die wir so zuvor noch nicht in Be-tracht gezogen hatten“,

lobt Petra Peneder den Prozess. Ein regelmäßiger Austausch zwischen der Bauherrin und der Öffentlichkeit ist ebenfalls entscheidend und stellt sicher, dass die Bauphasen reibungslos verlaufen.

„Mit der Erweiterung in der Esslinger Hauptstraße schaffen wir modernen, barrierefreien Schulraum. Durch unser Engagement für Nachhaltigkeit und zeitgemäße Raumgestaltung sowie den aktiven Austausch mit der Schulgemein-schaft entsteht ein Bildungsort, in dem sich alle Schülerinnen langfristig wohlfühlen können“,

so Andrea Trattnig, Leiterin der Magistratsabteilung 56 (Stadt Wien, Schulen).

 

 

Weitere Bilder:

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2016 wurde die Volksschule an der Esslinger Hauptstraße bereits erweitert.

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AutorIn:

Michaela Mainer


Tagged: Bildungsgrätzl | Begleitung im Grätzl

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