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In der Bronzezeit lebten die Menschen in Langhäusern, einem Gebäudetyp, der dem heutigen Reihenhaus nicht unähnlich ist.

09.08.2022

Essling - ein Dorf am Rande der Stadt

Willy Vranovskys Serie zur Geschichte Esslings

Erster Teil: Essling in der Bronzezeit

In der Bronzezeit, also ungefähr 800 vor Christus, siedelten sich erstmals Menschen in Essling an. Bronze wird aus Kupfer und Zinn hergestellt, was dieser Zeit ihren Namen gab. Die Menschen lebten in kleinen Dörfern und betrieben Ackerbau und Viehzucht.

Hohe Stellung der Frau

Frauen verließen ihre Heimatregion mit ungefähr 17 Jahren und nahmen ihr umfangreiches Wissen mit. Sie hatten erstaunlicherweise mit diesem jungen Alter schon einiges davon angesammelt. Die Männer blieben immer in ihren Dörfern und bewirtschafteten den Hof. Die jungen Frauen brachten Erfahrungen über die Bearbeitung von Metall und neue Erkenntnisse über den Ackerbau mit. Außerdem bereicherten sie den Genpool des Dorfes. Der Stellenwert der Frau war sehr hoch, was man auch an den Grabbeigaben erkennen kann.

Reihenhaus als Wohnform

Es wurden Langhäuser gebaut von 15 bis 30 Meter Länge, die alle fast gleich aussahen. Also die erste Reihenhaussiedlung von Essling. In diesen Häusern lebten ungefähr zehn Menschen. Das Haus diente nicht nur als Wohnraum sondern auch als Vorratskammer und Stall. Davor hatten sie auch einen kleinen Garten, vielleicht um ein paar Blumen anzubauen. Man machte erstmalig in der Geschichte Käse aus Kuhmilch. Pferde wurden schon als Haustiere gehalten, was die Landwirtschaft natürlich effektiver machte. Außerdem wusste man damals schon, dass man mit Getreide wesentlich mehr Menschen ernähren kann als mit Fleisch. Auch Webstühle gab es schon. Erstmals wurden wärmende Stoffe aus der Wolle von Schafen und Ziegen gewoben. Es gab Lederschuhe mit Mooseinlagen und die Kleidung war mit verschiedenen Pflanzenfarben gefärbt. Nach getaner Arbeit setzte man sich ans Feuer mit Schnecken-hörnern und Trommeln und sang gemeinsam.

Beginn der modernen Zeit?

Die Menschen beschäftigten sich auch mit den Himmelskörpern um die Jahreszeiten festzustellen. So wussten sie genau, wann die Aussaat beginnen sollte und wann die Ernte. Es gab den Mondkalender mit 354 Tagen und den Sonnenkalender mit 365. Händler mit kostbaren Metallen und Tauschwaren zogen durch ganz Europa. Durch die Verarbeitung der Metalle wurden nicht nur Werkzeuge und Waffen wie Dolche, Äxte, Helme und Schilder erzeugt, sondern auch Kunstgegenstände wie Armringe, Beinringe und Anhänger. Trotz der vielen Waffen war es eine recht friedliche Zeit. Obwohl die ersten Klassenunterschiede begannen, sogar innerhalb der Familienverbände. Es gab in Folge immer mehr Könige und Herrscher. Immer mehr Unterschiede zwischen Arm und Reich. Vielleicht der Beginn der modernen Zeit. Fortsetzung folgt...

Dieser Artikel erschien erstmals in ESSLING Nr. 6 - ein stadtteilmagazin (S. 35, dort ist auch die genaue Fotoquelle zu finden).

Autor: Willy Vranovsky


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