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Die Schüler schlüpfen in die Rolle der Stadtplanerinnen (Foto: Michaela Mainer)

14.06.2022

Partizipation bitte!

Essling wird zur Planungswerkstatt

„Ich kann gut organisieren!“ (Jose)
„Ich bin musikalisch!“ (Alexija)
 
Das sind Selbsteinschätzungen der Schülerinnen der 4C des BG und BRG Simonsgasse in Essling, die im Projekt "Perspektivenwechsel" abgefragt werden. Diese Talente kommen in der Kooperation zwischen dem Planungsbüro inspirin und der Schule in konkreten Angeboten und Veranstaltungen, die die Jugendlichen in Essling realisieren, zum Einsatz. Wir kennen das mittlerweile über medienwirksame Bewegungen, wie Fridays for Future oder die Besetzung der Baustelle für die Stadtstraße. Beides sind bekannte Initiativen von Jugendlichen, in denen sie aufbegehren und aktiv mitgestalten. Mit dem Projekt "Perspektivenwechsel" ermutigen Michaela Mainer und Sabine Gstöttner vom Planungsbüro inspirin Jugendliche dazu, ihren Stadtteil, ihr Grätzl mitzugestalten. Die Schüler lernen, wie sie zur nachhaltigen Stadtentwicklung Esslings beitragen können. Nachhaltige Stadtplanung bedeutet, dass wir unsere Stadt so planen, dass auch die kommenden Generationen gut darin leben können. Im Projekt wechselt die Stadtplanerin Sabine Gstöttner die Perspektive und lässt die Jugendlichen gestalten und ihr Grätzl verändern. Denn Jugendliche sind wesentliche stadtgestaltende Akteure und wichtige Ansprechpartner für die Stadtentwicklung. Die Einbindung von Jugendlichen in den Diskurs über mögliche Entwicklungsperspektiven einer Stadt und mögliche Formen der Mitgestaltung ist daher wichtig.„Wir sensibilisieren für den gebauten Raum, geben Wissen zum Thema Stadtplanung weiter und machen die Bedürfnisse der Jugendlichen in Essling sichtbar“, erklärt Sabine Gstöttner.
 
Raus aus dem Büro!
 
Angelehnt an das Konzept community outreach, mit dem Museen hinausgehen und neue Bevölkerungsgruppen als Besucherinnen für ihre Angebote zu begeistern versuchen, geht das Landschaftsplanungsbüro inspirin hinaus, um die Sicht von Jugendlichen auf ihre Stadt einzufangen und im Stadtteil zu zeigen. Umgekehrt werden den Jugendlichen Ansätze und Zugänge der zukunftsfähigen Stadt vorgestellt und Möglichkeiten besprochen, wie sie mitgestalten können. Nach einem Input zum Thema Stadtplanung (zu den Themen Ökologie, Mobilität, Nachbarschaft, Bauen und Wirtschaft) und einer Raumanalyse (Bestand aufnehmen, Stärken und Schwächen erkennen, Veränderungsmöglichkeiten aufzeigen) setzen die Jugendlichen ihre Ideen, die Essling ein Stück lebenswerter machen, in konkreten Projekten um. Die Projekte sind öffentlich zugänglich und auch für alle anderen sichtbar. So entstehen Bezüge zwischen den Jugendlichen und ihrem Lebensraum, sie beginnen sich um ihr Umfeld zu sorgen und verantwortlich mit ihm umzugehen.
 
"Wir ermutigen die Schülerinnen, sich mit ihrem Grätzl auseinanderzusetzen und sichtbar zu werden als Nutzergruppe!“ (Sabine Gstöttner, inspirin)
 
Die Projekte
 
Yogadschungel. Auf der Wiese neben dem Spielplatz in der Raphael-Donner-Allee laden die Schülerinnen ein, regelmäßig Yoga zu praktizieren und erklären Yogaübungen für die ganze Familie. Die Initiative motiviert dazu, gemeinsam Bewegung im öffentlichen Raum zu machen. Alle Übungen sind via QR-Code abrufbar und werden auf treffpunktessling.at publiziert.
 
Sei fit. In Essling! Ein Fitness-Parkour mit elf kompakten Workouts führt von der Simonsgasse bis in die Lobau und macht Lust darauf, sich durch Essling aus eigener Kraft zu bewegen. Die Workouts sind via QR-Code im öffentlichen Raum abrufbar und werden auf treffpunktessling.at publiziert.
 
Dance in the city! Der Kirchenvorplatz wurde für einen Abend zur Silent Disco. Der Vorplatz war Tanzfläche, aber ohne Gefahr der Lärmbelästigung, da die Musik ausschließlich über Kopfhörer empfangen wurde. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Pfarre Essling statt.
 
Kleidertausch Essling. An einem Sonntag Nachmittag wurde in den Schlossarkaden Kleidung getauscht und damit zur Kreislaufwirtschaft beigetragen. Die Veranstaltung fand mit Unterstützung von Hager Immobilien statt.
 
Pflanz hier was! Päckchen mit Pflanzensamen und einer Bastelanleitung für Seed-bombs wurden produziert und liegen in den Apotheken in Essling auf. Ein Begleitfolder erklärt die positiven Auswirkungen von Begrünungsmaßnahmen für die Stadt.
 
Gefördert im Rahmen von culture connected vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und im Rahmen der Grätzloase, einer Aktion der Stadt Wien.
 
Dieser Text erschien als Artikel in ESSLING Nr. 6 - ein stadtteilmagazin (S.40-41).
 
Autorin: Sabine Gstöttner


Tagged: Jugend in Bewegung | Stadtteilmagazin |

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